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letzte Änderung am 10.01.2010
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Der systemische Ansatz

Niemand lebt für sich allein, und so ist jedes Leben und Erleben in einen bestimmten Rahmen, ein System, eingebettet. Ein solches System kann das Umfeld in der Natur darstellen, die Familie, in der man lebt, der Arbeitsplatz mit seinen Bedingungen oder eine Interessengemeinschaft Gleichgesinnter, wie man sie im Vereinsleben findet.

 

Eine systemische Sichtweise berücksichtigt diese Zusammenhänge und betrachtet menschliche Verhaltensweisen und Empfinden immer im Kontext mit dem entsprechenden System, im Rahmen dessen dieses geschieht. Jedes Handeln, jede Kommunikation in einem Umfeld, wirkt sich auf alle Teile des Systems aus. Und jede Veränderung des Umfeldes beeinflußt wechselseitig in der gleichen Weise jedes Individuum, das sich in einem solchen Umfeld befindet. Alles Wahrnehmen, alles Erleben, alles Fühlen, alles Denken und alles Handeln ist demgemäß nicht nur aus der Perspektive des Einzelnen, sondern immer auch in Ausrichtung auf die anderen Mitglieder des Beziehungssystems zu verstehen und einzuordnen.

 

Viele Verhaltensweisen, die mit Blick auf die handelnde Person zunächst keinen Sinn ergeben mögen, können aus einer solchen Perspektive als durchaus sinnvoll gewürdigt werden, weil sie zwar nicht dem Individuum, dafür aber dem System dienen, in dem es sich befindet. Befindet sich zum Beispiel in einer Familie, die sonst keine Gemeinsamkeiten und keinen Zusammenhalt mehr hat, ein Bettnässer, um den sich alle Aufmerksamkeit der Familienmitglieder rankt, so kann es sehr sinnvoll sein, das Bettnässen trotz einer Therapie beizubehalten. Sollte diese nächtliche Eigenheit beseitigt werden, käme die familiäre Situation vielleicht allen Beteiligten zum Bewußtsein und eine Auflösung der Familie könnte die Folge sein. In einem solchen Sinne müßte der Bettnässer sein Symptom beibehalten, um die Familie auf eine solche Art zu stabilisieren. Dabei werden diese Vorgänge nur selten auf der bewußten Ebene ablaufen. Sie sind deshalb auch kaum auf den ersten Blick durchschaubar.

 

Beziehungsgeflechte gestalten sich meist außerordentlich komplex und sind in ihren Einzelheiten für das Individuum kaum zu ergründen. Die Systeme verfügen über eigene regelhafte Abläufe, die sich ständig wiederholen. Das können feste Regeln sein, die Mitglieder der Familie, etwa die Eltern, aufstellen, und die allen bekannt sind. Es kann sich dabei aber auch um Regeln handeln, die weder als solche erklärt, noch von den einzelnen Mitglieder bewußt wahrgenommen werden. Das Verhalten der einzelnen Mitglieder in einem Beziehungssystem wird meistens bewußt oder unbewußt auf diese Systemregeln abgestimmt. Das System bietet dafür als "Gegenleistung" Ordnung, Sicherheit, Stabilität und Anpassungsfähigkeit an die Umwelt.

 

Individuelle Aktionen und Reaktionen können deshalb häufig von der Loyalität gegenüber dem System geprägt sein, unter Hintanstellung persönlicher Interessen und Bedürfnisse. Das Bemühen um ein eigenes Wohlergehen und die Nutzung eigener Lösungskompetenzen werden aus Angst um die Erhaltung des Systems deshalb häufig unterdrückt. Eigene Gesundungsmöglichkeiten werden in einem solchen Fall nicht mehr zugelassen. Das Ergebnis dieser Verhaltensweisen wird vom System mit seinen Mitgliedern nicht immer in gleicher Weise honoriert. deshalb sind für das Individuum häufig Krankheitssymptome, weitere persönliche Abwertung und erheblicher Leidensdruck die Folge.

 

Der systemische Ansatz öffnet den Blick für diese "Leistungen", die der Einzelne in das System einbringt. Vermeintlich destruktive Verhaltensweisen werden dann wieder als kreative Möglichkeiten verstanden, die zwar nicht dem Individuum, dafür aber dem System und seiner Erhaltung dienen. Dem leidenden Einzelnen wird so zuallererst seine Leistungskompetenz wieder zuerkannt.

 

Systemische Konzepte helfen zu erkennen, wie die kreativen Leistungen des Einzelnen wieder zur Entfaltung der eigenen Möglichkeiten genutzt werden können, ohne dass dem System ein Loyalitätsverlust entsteht. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge führt häufig bereits zum Verschwinden der beklagten Symptomatik und Verhaltensweisen. Daneben ist es oft möglich, bereits durch minimale Veränderungen konstruktive Verhaltensmuster zu entwickeln, die zur Lösung führen.

 

Die Kombination des systemischen mit dem hypnotherapeutischen Ansatz bietet in besonderer Weise die Möglichkeit, die Vorteile dieser Methode zu nutzen, ohne dabei auf die Anwesenheit anderer Systemmitglieder angewiesen zu sein.
Ansatz:Steve deShazer

 

Der therapeutische Ansatz aus dem Therapiezentrum in Milwaukee fügt sich nahtlos an die Grundgedanken Milton H. Ericksons an. De Shazer hat sich vom analytischen Denken gelöst und bietet für die Arbeit mit seinen Klienten die folgenden Schwerpunkte:

·        Die Gestaltung des individuellen Weltbildes kann ausschließlich im Zusammenhang und im Austausch mit anderen menschlichen Wesen betrachtet werden.

·        Niemand kann vollständig den Standpunkt eines anderen einnehmen, sonst wäre er dieser andere.

·        Die Sprache nimmt eine zentrale Rolle bei der Konstruktion der menschlichen Welt ein.

·        Für jedes Problem ist irgendwo eine Lösung vorhanden, sonst könnte man das Problem als solches nicht erkennen.

·        Der Berater ist nicht in der Lage, die Problematik seines Klienten vollständig zu verstehen.

·        Klient und Berater konstruieren gemeinsam neue Wirklichkeiten ("Co-Konstruktionen"), die ausnahmslos Problemlösungen im Mittelpunkt sehen.

·        Jede Beratung/Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn der Patient die Bereitschaft zur Mitarbeit einbringt.

Diese Prämissen aus der therapeutischen Arbeit Steve de Shazers führen in der praktischen Umsetzung zu zahlreichen Konsequenzen. Klient und Berater/Therapeut begeben sich nicht auf die analytische Suche nach einem Puzzlestück, das sich in den Verständnishintergrund einpassen lassen könnte. Denn Ursachenforschung kann schon aus dem unvermeidbaren Verständnisdefizit des Beraters (s.o.) nicht sinnvoll betrieben werden.

Im Mittelpunkt der Kooperation von Therapeut und Klient steht vielmehr die Suche nach den Ausnahmen, nach Situationen, in denen der Klient sein Problem gar nicht oder weniger deutlich wahrnimmt. Solche Lösungen können aus der Erinnerung des Klienten rekonstruiert werden. Daneben ist es möglich, Handlungsabläufe, Wirklichkeitskonstruktionen zu erschaffen, die nach der Erwartung des Klienten eine Änderung seiner Probleme erwarten lassen.

Als hilfreich hat sich dabei die Entwicklung einer Zielvorstellung erwiesen. "Stellen Sie sich einmal vor, all Ihre Probleme wären gelöst. Sie könnten jetzt ein Leben führen, das genauso wäre, wie Sie es sich schon immer gewünscht haben, woran würden Sie es im Alltag überhaupt merken?"

Mit Hilfe des Beraters können daraus Vorstellungen, Handlungsweisen oder Lösungen ausgewählt werden, die sich als kleine Schritte im Alltag bereits vor dem Erreichen des "Zieles" umsetzen lassen. Dabei ist es durchaus möglich, die Zielvorstellungen zu jedem Zeitpunkt der Beratung anzupassen oder zu korrigieren. Starres Festhalten an einmaligen Entschlüssen oder Vorgaben durch den Berater sind mit den Inhalten DeShazers nicht vereinbar.

Grundsätzlich werden die Klienten in jeder Sitzung und durch Aufgaben für den Alltag ermuntert, Lösungen zu fokussieren, Wege zu entdecken und zu gestalten, die aus den beklagten Verhaltensweisen herausführen.

Eine solche Vorgehensweise kann durch hypnotherapeutische Techniken sinnvoll ergänzt werden. Die Umdeutung bekannter Verhaltensweisen und Situationen durchbricht rigide Verhaltensmuster und der Wechsel von Perspektiven erleichtert den Zugang zu lösungsorientierten Ressourcen.

Die Arbeitsweise Steve de Shazers hat sich im therapeutischen Alltag seit vielen Jahren als sehr wirkungsvoll und dauerhaft erwiesen. Wichtige Perspektiven sind dabei sicher, dass Klienten lernen, lösungsorientierte Aspekte auch über aktuelle Problematiken hinaus in ihren Alltag zu integrieren, und so erfolgreiche coping-Techniken zu entwickeln. Des weiteren stärkt die Erfahrung, auf der Basis eigener Ressourcen eigenverantwortlich und selbständig Probleme und Konflikte zu lösen, Selbstwert und Vertrauen für den Umgang mit zukünftigen Spannungsfeldern. Diese Aspekte der „Kurzzeittherapie“ erklären ihre Langzeitwirkung auf die Lebensführung der Klienten

 

Hypnotherapie nach Milton Erickson

 

Im psychotherapeutischen Bereich hat Milton H. Erickson neue Maßstäbe gesetzt. Die Grundannahme dieser Therapie besteht darin, daß ausnahmslos jeder Mensch in der Lage ist, seine Probleme und Spannungsfelder selbst und eigenverantwortlich zu lösen. Diese Lösungskompetenz (Ressourcen) sind durch verschiedene Umstände oft nicht verfügbar. Die meisten Menschen sind eher auf der Suche nach Ursachen und Defiziten für ihre Probleme.

Die Aufgabe des Therapeuten bei der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson besteht darin, die Aufmerksamkeit auf die Lösungsmöglichkeiten zu lenken, die Kreativität des Patienten zu nutzen, um gemeinsam Wege aus den Problemen heraus zu finden. Auf diese Art und Weise verändern Menschen ihre Spannungsfelder, erwerben Selbstvertrauen und Kompetenz und sind zukünftigen Aufgaben in ihrem Allttag besser und sicherer gewachsen.

Der ungewöhnliche Erfolg, den Hypnotherapie nach Milton H.Erickson seit Jahrzehnten zu verzeichnen hat, liegt sicher mit darin begründet, daß im Mittelpunkt aller Bemühungen immer der Patient mit seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen, mit seinen eigenen Maßstäben und Wertsystemen steht und eben keine Ausrichtung nach den Vorstellungen irgendwelcher psychotherapeutischen Schulen durch den Therapeuten vorgenommen wird.

"Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, daß sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, daß er in das Prokrustesbett einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten paßt" (Erickson 1979)

Hypnotherapie nach Milton H. Erickson hilft so dem Patienten aus rigiden Verhaltensmustern heraus, ermöglicht ein kongruentes, dem Patienten entsprechendes Leben und vermittelt wirkungsvolle und paßgenaue Verarbeitungs-techniken im Umgang mit Problemen und Spannungsfeldern.

Eigenverantwortliches, selbstorientiertes Handeln auf der Basis eines realistischen Selbstwertes bestimmt dann wieder den Alltag.

 
NLP

Neurolinguistisches Programmieren wurde in den 70er Jahren  von dem Mathematiker Richard Bandler und dem Linguisten  John Grinder entwickelt. Es ist ein psychologisches Kommunikationsmodell, welches sie bei der genauen Analyse der Arbeit von drei erfolgreichen Therapeuten zusammenstellten (des Hypnosetherapeuten Milton Erickson, der Familientherapeutin Virginia Satir und des Gestalttherapeuten Fritz Perls). Sie nahmen an, daß die Gemeinsamkeiten in der Kommunikation mit deren Klienten die Essenz für eine tiefgreifende und effektive Veränderungsarbeit sein müßten. Im Laufe der Zeit entwickelt sich so eine vielfältige Zusammenstellung von Kommunikations- und Therapietechniken, mit denen man in erstaunlich kurzer Zeit tiefgreifende Veränderungen bei sich und bei anderen bewirken kann (deshalb auch der Name Kurzzeittherapie).

NEURO bezieht sich auf das Gehirn, in dem das menschliche Verhalten und der Körperzustand, sein Denken und sein Fühlen, sozusagen die Regiearbeit über sämtliche Handlungen des jeweiligen Individuums, beheimatet sind.

LINGUISTISCH bedeutet, daß wir hauptsächlich mittels der Sprache unser inneres Erleben intern speichern bzw. nach außen mitteilen können. Mittels der Sprache bauen wir uns gewissermaßen eine 'Landkarte der Wirklichkeit.'

PROGRAMMIEREN ist die Fähigkeit, in unsere neuronalen Netzwerke einzugreifen und sowohl Gefühle als auch Verhaltensweisen so zu verändern, daß sie unserer Gesamtpersönlichkeit nützlich sind.

    Vorannahmen des NLP

  1. Die Landkarte ist nicht das Territorium. Menschen reagieren auf ihre "Karte der Realität", nicht auf die Realität selbst. NLP ist die Wissenschaft vom Verändern dieser Landkarten.
  2. Es gibt keine Defizite oder Fehler; es gibt nur Reaktionen! Jede Reaktion kann irgendwie und irgendwo genutzt werden. Jedes Verhalten ist nützlich in irgendeinem Kontext.
  3. Menschen haben alle Resourcen, die sie für ihre Entwicklung benötigen; was ihnen (manchmal) fehlt, ist die Fähigkeit, diese Resourcen im richtigen Kontext (Zeit und Ort) in der richtigen Weise einzusetzen.
  4. Die Menschen treffen immer die beste Wahlmöglichkeit, die sie aufgrund ihres inneren Modells (Landkarte) zur Verfügung haben.
  5. Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht, bezogen auf die Wahlmöglichkeiten des inneren Modells (Landkarte), zugrunde.
  6. Alle großen Aufgaben können volbracht werden, wenn man sie nur genügend "klein chunkt", d.h. in kleine lernbare und handhabbare Schritte zerlegt.
  7. Die Bedeutung meiner Kommunikation erhalte ich immer durch die Reaktion, die ich bekomme - und nicht aus meiner Absicht. Die Bedeutung ergibt sich aus der Verarbeitung in der Landkarte des Empfängers (Effekt), nicht aus der Deutung im Modell des Senders (Intention).
  8. Es gibt keinen Widerstand; nur mangelnde Flexibilität des Kommunikators, das feedback zu verstehen und konstruktiv in der Kommunikation zu nutzen.
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